Playa Larga
08.11.2024 - 10.11.2024

Reise-Tagebuch:
08.11.2024, Freitag, fahrt von Cienfuegos nach Playa Larga
Wie immer war das Frühstück viel zu viel. Jeden Tag gib es mehr Pancakes. Eben noch schnell mit Pepe die Telefonnummern ausgetauscht und schon ist das Taxi viel zu früh da. Aber in zwei Tagen sehen wir uns ja schon wieder. Isa und Pepe sind echt herzig. Die Fahrt ist bei Sonnenschein super angenehm. Es gibt sogar „Cinturons de seguridad“. Der Fahrer erzählt von harten Leben der Kubaner. Er selbst ist eigentlich Ingenieur, sein Freund (un Medico) verdient nur 40€/mes. Er denkt, dass die Regierung geändert werden muss und hält die Blockade der USA für mitschuldig.
Casa Daylena, Playa Larga: Wirklich schön mit Blick aufs Mehr in zweiter Reihe. Der Sturm hat hier gewütet und das Meer rot gefärbt. Ich versuche noch ne Fahrt zum „Zunzuncito“ zu organisieren – keine Chance. Vielleicht klappt’s morgen im Anschluss beim Ausflug. Wir cremen uns ein und latschen am Strand entlang und durchs Dorf. Sehr überschaulich. Am Strand trinken und essen wir was. Lemon Daiquiri und Sandwich für Rob, für Nic: Zumo de Guajaba und Espaghetti con queso. Dann noch ein Bad im „Tee“, im roten warmen Meer…
Robin’s Anmerkungen: Frisör am Strand, komische Nachbarn (Reisegruppe), 100€ getauscht und Kolibri.
Abends landen wir in einem großen, hässlichen Restaurant („Beton-Bar“) als einzige Gäste. Robin schmeckt’s. Ich sehne mich nach gutem, vegetarischen Essen. Vegetarier kennt und versteht man hier nicht (Vegetarier=Luxus-Problem). Aber alle geben sich Mühe: Rohkostteller mit Ketchup, Bananenchips und Reis.
Der Laden war eigentlich eine Pizzeria, aber Pizza war heute leider aus.
09.11.2024, Samstag, Playa Larga
Frühstück ist gut, reichlich und auf der luftigen Terrasse.
Liebes Tagebuch, heute war ein sehr schöner Tag!
Mit dem Jeep und Pepito zum „Enigmas de las rocas“, wo unser Guide mit uns durch den Sumpf bzw. über das Karst-Gestein läuft. Er hat viel interessantes zu erzählen über die Flora, Fauna und über die Geologie. Wir sehen unter anderem einen Kuba Kauz in einer Höhle am Boden, einen Kuckuck, einen Negrito sowie viele andere Vögel. Außerdem drei von vier verschiedenen Landkrabben und seeeeeehr viele Moskitos. An einer Cenote haben wir Gelegenheit zu baden. Toll und erfrischend. Nach der Tour bitten wir Pepito, uns noch etwas herum zu fahren. Als erstes geht’s zum „Casa de los Colibries Bernabe“, um den Zunzuncito zu sehen. Im Garten einer alten Dame gibt es einen Baum mit roten Blüten, in dem die Zunzuncitos und andere Kolibris rumschwirren. Wir könnten stundenlang hierbleiben. Robin macht hunderttausend Fotos von den kleinen Glitzervögeln.
Kurz die Schnorchelsachen im Casa Daylena geholt und ab zur „Cenote de los peces“. Wir zahlen je 250 CUP (unter 1 €) und stürzen uns in die dunkle Cenote. Es gibt Sprungschichten, Fischies und kleine Garnelen, die teilweise auf unsere Hände kommen, um uns zu „ernten“.
Nics neues Hobby: von Garnelen anknabbern lassen.
Als uns zu kalt wird, stellt Robin sich in ein Ameisennest und wir laufen rüber zum Strand. Hier gibt es endlich Karibikfeeling mit den netten schwarz gelb gestreiften Fischen. Wir schnorcheln ein Wenig, plötzlich befinden wir uns inmitten eines großen Schwarms kleiner Papageifische. Unterdessen werden am Strand tolle „Insta-Fotos“ im Abendkleid und Selfies mit Handy im Wasser gemacht. Hier hätten wir auch spontan tauchen gehen können, vermutlich auch ohne Tauchschein und Gesundheitszeugnis usw. Danach fahren wir nun im grünen Jeep zurück zum Casa Daylena und nach Playa Large und sind dankbar, dass Pepito uns überall hingefahren hat. Ein toller Tag! Bislang zumindest.
Wir trinken noch ein gemütliches „Crystal“-Bier auf unserer „Terrasse“ und überlegen, wo wir heute noch was essen wollen. Auf keinen Fall mehr in der Beton-Bar. Wir schauen, ob das Casa Tiki aufhat...es hat!
Es sitzen sogar schon einige Gäste drin. Ach nee, es ist nur das Personal. Aber egal. Als Nicole erwähnt, dass sie Vegetarierin ist, beginnt bei der Kellnerin erstmal großes Kopfkratzen und Überlegen. Ok, es gibt nur Beilagen (Salat, Avocado, Reis, Bananenchips) also Rohkost. Robin will Fisch essen. Es gibt nur ganze Fische. Den mittleren gibt es heute scheinbar nicht, der kleine ist „muy pequeno“, eigentlich nur ein Hering. Also bestellt Robin den großen Fisch für 15€. Was dann kommt, ist ein Meeresungeheuer! Ca. ½ Meter Fisch würde man auf Bocholter Kirmes sagen. Scheinbar eine Art Red Snapper mit irren Fangzähnen, ca. 40cm lang und 25 cm breit. Ein Riesenvieh. Schmeckt aber sehr lecker. Robin schafft daher auch keine der Beilagen. Die hätte Nicole ja dann essen können, denn sie hatte exakt das gleiche. Ach ja: Canchánchara ist lecker – aber einer reicht.
Wir fallen ins Bett… Aber irgendwie scheint am Strand die Riesen Samstag Abend Party abzugehen. Der DJ (DJ Sosa?) heizt den Leuten bis ca. 03:00 Uhr (de la mañana) ein und gröhlt fleißig mit. Dann fangen die Perros an zu kläffen. Nicht so ausgiebig wie die Nacht zu vor – vermutlich sind sie auch müde von der Party…
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