Havanna

31.10-2024 - 04.11.2024


Reise-Tagebuch:

31.10.2024, Donnerstag

19:00 Uhr Havanna
Endlich angekommen!

Rob duscht, Nic will pennen. Sind um 02:00 Uhr aufgestanden und somit 22h wach. Von FRA nach HAV saß ein Grunzeschwein in unserer Reihe. Ansonsten ok. Die Immigration hat Stunden gedauert. Dann mit dem Taxi in die Altstadt in unser cooles „Hotel“ im 3ten Stock. Très chic. Coole Dachterrasse. Abends mit 2 Bier Sterne schauen. Sternschnuppe!



01.11.2024, Freitag, Havanna

Gut geschlafen bis 06:00 Uhr. Lecker Frühstück mit Papaya, Guave, Ananas, Banane, Omelett, Brot, Käse etc.
Um 09:30 Uhr gab’s das Treffen mit den Cuba Buddies Yaniré und Sahili. Weiter mit Sahili und nem roten Oldtimer (Chevrolet) zur Stadtrundfahrt. Anfangs regnet es. Mittags lecker essen. Irgendwo ne steile Treppe hoch. Lecker und gesellig. Sahili klärt uns auf. Weiter geht’s zu Fuß: Plaza de Arenas, Plaza Vieja, Plaza de San Francisco, Catedral de San Cristobal etc.

Auch die kubanische Sim-Card können wir in irgendeiner Bude abholen. Schnell noch Wasser + Bier gekauft. Abends ins „Fondo al Pirata“: leckere Mojitos + Travestie-Show.



02.11.2024, Samstag, Havanna

Auf zur Hop on/Hop off Bus Tour. Dazu erstmal zum Capitol. Dort in der Nähe soll der Bus abfahren.
An der Ampel vor dem Capitol haben wir einen Cuba Buddy getroffen. Er hat seinen freien Tag. Er erzählt uns, dass jeder in Kuba Düsseldorf kennt! Und zwar aus einem kubanischen Vampir-Film „Vampire in Kuba“ oder so ähnlich.
Einmal kurz am Capitol vorbeigelaufen, schon haben wir den Hop-on/Hop-off Bus entdeckt. In der Gegend befinden sich hauptsächlich alt-ehrwürdige Hotels und eine Menge Oldtimer fahren herum oder warten darauf, gemietet zu werden.
Wir also das Ticket für den Bus gelöst und ab auf’s Dach in die Sonne. Es sind nicht viele Leute dabei, trotzdem fahren wir direkt los.
Wir treffen einen kleinen deutschen Jungen (Ben!?), der gerade sein Abi in der Tasche hat und alleine nach Kuba gefahren ist. Der Bus fährt an den bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei, hält aber komischerweise gar nicht regulär überall an. Muss man Bescheid geben? Also verpassen wir prompt den Hop-off beim Friedhof „Cementerio Colon / Necrópolis Cristóbal Colón“, unser eigentliches Haupt-Ziel. Egal, dann fahren wir weiter. Wir fahren durch Wohngebiete an der russischen Botschaft (irrer Turmbau), am Aquarium (wohl nicht mehr in Betrieb) und Vergnügungsparks (wohl auch nicht mehr in Betrieb) vorbei. Am Ende noch in die „Hemingway-Marina“, irgendsoein Yacht-Hafen. Als wir auf dem Rückweg am Friedhof zufällig an einer roten Ampel halten müssen, steigen wir einfach aus. Geschafft!!! Doch noch am Friedhof!
Sehr beeindruckend, da es neben den Marmorgräbern auch ohne Ende große Monumente und Skulpturen gibt. Wir halten uns ca. 1 Stunde auf, dann stellen wir uns an den Eingang und warten auf den nächsten roten Doppeldecker. Der kommt natürlich erst 25 Minuten später als wir dachten, aber wir schaffen es zurück zum Capitol. So, ab zum Hotel. Im Spießrutenlauf durch Havanna zurück zu unserer Casa.

„Psssst...my Friend..where are you from? Changa Money?….Buy Cuban cigars??“
Wir bleiben standhaft! Kurz vorm Casa ist dann doch ein Typ geschickter. Er lädt uns zu seiner „Cuban Music Show“ ein, an seinen Familien Tisch. Wir brauchen aber (kubanische Tradition) für den Eintritt um am Türsteher vorbei zu kommen jeder eine Zigarre in der Hand (Man hört sich das im Nachhinein bescheuert an, wie in einem Point-and-Klick Adventure). Er zerrt uns noch in die Guantanamera-Kneipe und bestellt drei Guantanamera Drinks (für uns: sin alcohol). Letztendlich blechen wir für die ganze Aktion 55€. Na ja, immerhin war der Drink interessant und wurde im Bambusrohr serviert.
Wir ärgern uns tierisch und gehen wieder zurück ins Casa, wo wir uns darauf vorbereiten, abends zur Tanzshow mit Tapas im „Casa Miglis“ abgeholt zu werden. Um 19:40 gehen wir raus. Der Fahrer wartet bereits. Er hat einen 1960er Buick in (Barbie-) rosa dabei und fährt uns im offenen Cabrio durch halb Havanna. Wir lassen selbst die dunkelsten Ecken nicht aus. An irgendeinem Müllhaufen sind wir heute schon einmal vorbeigekommen, ich hab’s am Geruch erkannt! Am „Casa Miglis“ angekommen, ist alles schick beleuchtet im tristen Grau einer Havanna Straßenschlucht. Wir betreten das Lokal über eine Art Garage und wechseln dann nach rechts in die Kneipe. Hier ist alles sehr geschmackvoll eingerichtet, Wir gehen an einer Bar vorbei. Es gibt alten Holzfußboden und schwarz-weiß karierte Bodenfliesen. An den Wänden hängen beeindruckende Fotos von alten Kubanern. Die Fotos könnten von Jochen van Eden stammen…

Es gibt Tische und am Ende des Raumes eine kleine Bühne mit alten Coca Cola Reklamen als Hintergrund. Auf der Bühne spielt eine junge Kubanerin auf der Akustikgitarre. Außer uns sind nur noch einige Franzosen anwesend. Wir bekommen Mojitos und einige Tapas serviert. Dann geht die eigentliche Show los. Es sind 7 Tänzer, 3 Frauen und 4 Männer. 2 Männer sind schick klassisch gekleidet und zwei Männer in Jogging-Anzügen. Die drei Tanten sind mit irren Fummeln bekleidet, die Nicole sich schon fürs Silvester Outfit ausgesucht hat. Ein Kleidchen ist mit grünem „Kunstrasen“ ausgestattet. Die Show ist ganz cool und teils sehr akrobatisch. Vermutlich wird eine Verbindung zwischen Klassik und Moderne aufgezeigt. Die beiden Jogger-Typen vollführen halsbrecherischen Breakdance. Eine der drei Tanten zeigt auch noch eine Art Ausdruckstanz…
Am Ende (ich habe es kommen sehen) werden die Gäste auf die Bühne zum Tanzen geholt… Na ja… Nach der Show steht Daniel, unser Fahrer, schon vor der Tür und wartet auf uns. Nachdem wir zurück im Casa sind, haben wir noch zwei Bier oben auf der Dachterrasse über den Dächern Havannas getrunken.



03.11.2024, Sonntag, Havanna

Heute konnten wir wieder eine Stunde länger schlafen, da in der Nacht die Uhren in Kuba umgestellt wurden. Nach dem Frühstück wollen wir ins Rum-Museum. Als wir ankommen, hat es leider geschlossen (Mist!). Wir tapern ein wenig ziellos durch La Habana Vieja und checken schon mal ab, wo wir abends essen gehen könnten. Komischerweise sind Sonntags weniger Leute unterwegs, nur die Anwohner sind vollzählig angetreten: „Hey Cowboy“, „Hello my friend Hemingway“. Wir schlängeln uns so durch. Wir finden eine kleine Eisdiele, Nicole nimmt Limonade mit Vanilleeis, Robin zwei Bollos (Coco+Caramello). Lecker! In einem Park treffen wir Filipe, der dort „Gärtner“ ist (eigentlich räumt er den Müll weg). Er spricht fließend Deutsch und erzählt uns, dass sein Vater in Deutschland (DDR) gearbeitet hat. Er hat ihm Deutsch beigebracht. Danach hat er es autodidaktisch weitergelernt. Er ist supernett und empfiehlt uns ein Restaurant. Wir gehen darauf ein, damit er eine Promocion bekommt. Da Essen ist lecker und es spielt eine Band (Gitarre + Saxofon). Als wir Filipe nachher noch im Park treffen wollen, ist er leider nicht mehr da. Schade, wir wollten noch email Adressen austauschen. Robin hat immer noch Eis-Hunger. Also nochmal ein Eis in einer anderen Bude geholt. Super lecker. Stracciatella + Chocolate Blanco.

Dann schnell aufs Zimmer und Abends nur noch für einige Drinks in die „Fonda Al Pirata“ Bar. Dann noch den Abend mit den beiden letzten Bieren und Nussmix auf der Dachterrasse ausklingen lassen.

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